Zimmerei Roland Zimmermann

Leistungslexikon


Carport
 
Als Carport versteht man einen Unterstellplatz für PKW zum Schutz vor Umwelteinflüssen, wie z.B. Regen, Schnee oder auf den Scheiben gefrierende Luftfeuchtigkeit. Carports halten somit ihr Auto im Winter eisfrei und im Sommer recht kühl. Im Gegensatz zur Garage wird beim Carport, durch die offene Bauweise, die Feuchtigkeit schneller abgeführt und das Fahrzeug trocknet schneller. Dies senkt das Risiko, dass das entsprechende Fahrzeug rostet.
Einfache Carports besitzen ein Flachdach, hochwertigere Ausführungen verfügen über aufwändigere Konstruktionen wie etwa ein Satteldach, Walmdach, Pultdach, Bogendach, Tonnendach. Es gibt sogar Carports mit Dächern aus Glas.
Ein Carport kann zu allen Seiten offen sein, es gibt jedoch Elemente, mit denen einzelne Segmente geschlossen werden können. Die Einfahrt eines Carports ist im Gegensatz zu einer Garage grundsätzlich offen. Eine häufige Variante der Dachbedeckung ist ein Wellblech oder Trapezblech.
Ebenfalls ist der Anbau von Nebenräumen möglich, welche entweder offen stehen oder abgeschlossen werden können.
 
 
Dachaufstockung
 
Bei der Dachaufstockung wird das vorhandene Dach eines Gebäudes durch Errichtung einer zusätzlichen Etage angehoben. Dadurch wird zusätzlicher Nutz- bzw. Wohnraum geschaffen.
 
 
Dachgaube

Eine Dachgaube, auch kurz „Gaube“  genannt, ist ein Dachaufbau für ein  stehendes Fenster im geneigten Dach. Es gibt verschiedene Formen von Gauben wie z.B. Walmgauben, Fledermausgauben, Schleppgauben,  Trapezgauben sowie Flachdach-, Tonnendach- oder Satteldachgauben. Gauben werden auch in bestehende Dächer nachträglich eingebaut.

 
Dachstuhl
 
Das Richten von Dachstühlen zählt zu den klassischen Zimmerertätigkeiten. Kein Neubau ohne handwerklich verzimmerten Dachstuhl. Der Dachstuhl ist der tragende Teil eines Daches, seine Tragkonstruktion. Beim hölzernen Dach ist er der gesamte Aufbau, der für das Tragen der Sparren notwendig ist. Mit Dachstuhl können Dachkonstruktionen aus unterschiedlichen Materialien gemeint sein, häufig sind Bauteile und Konstruktionen aus Holz. Der Dachstuhl muss neben Dämmung, Schalung und Dachziegeln vor allem sein Eigengewicht tragen. Die Ausgestaltung erfolgt nach individuellen Wünschen, z.B. als Sichtkonstruktion mit Aufdachdämmung oder in konventioneller Form mit Zwischensparrendämmung. Hierfür wird oft künstlich getrocknetes Bauholz verwendet. Manchmal ist es auch möglich, durch Renovierung der vorhandenen Dachkonstruktion alte Trockenböden zu ansprechendem Wohnraum umzugestalten.
 

Eingangsüberdachung
 
Unter Eingangsüberdachung, auch Vordach oder Haustürvordach genannt, versteht man die Überdachung des Hauseinganges zum Schutz vor Regen und Schnee. Neben den praktischen Vorteilen spricht aber natürlich auch die optische Verschönerung als Argument für eine Eingangsüberdachung.
 
  
Energetische Modernisierung

Unter energetischer Modernisierung werden alle Maßnahmen an einem Gebäude verstanden, die zu einer Verringerung des Wärmeverlustes beitragen. z.B.: Aufbringen einer Aufdachdämmung oder dämmen der Aussenwände.

  
Fachwerkbau
 
Das Fachwerkhaus gilt als typisches deutsches Haus und hat ein tragendes Gerüst aus Holz, bei dem die Zwischenräume meist mit einem Holz- Lehm- Verbund oder Ziegelwerk gefüllt sind. Die Tragekonstruktion eines solchen Hauses, eben das Fachwerk, besteht aus Schwellen, Rähmen, Ständern und Riegeln, die alle aus Holz sind. Entweder aus Eiche, Douglasie oder Fichte und im modernen Fachwerkbau auch aus Leimholzbindern. Fachwerkhäuser sind außerordentlich stabile Konstruktionen, die teilweise Jahrhunderte überdauert haben. Unsere Vorfahren verstanden sich darauf, nicht einfach Stockwerk auf Stockwerk zu setzen, sondern Fachwerkhäuser mit bis zu acht überragenden Geschossen und Zwischengeschossen aufzurichten. Daher der Brauch des Richtfestes. Fachwerkbauten wurden ohne Kenntnis von Statik und rein aus der Erfahrung der Zimmerleute errichtet. Die Gefache des Fachwerkhauses wurden und werden mit Ziegeln oder mit einer Holzstakung ausgefüllt, die mit Lehm beworfen und verputzt wurde und bei originalgetreuen Nachbauten und Restaurierungen auch noch so ausgeführt wird (Ausfachung). Moderne Fachwerkhäuser orientieren sich entweder am Baustiel der Vorfahren, wobei jedoch auch moderne Baumaterialien zum Einsatz kommen. Sie zeichnen sich durch eine Weiterentwicklung aus, bei der die Gefache zu einem erheblichen Teil besser gedämmt sind.
 
 
Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau zählt zu den wesentlichen Holzbausystemen und ist die klassische Methode ein Fertighaus oder Ausbauhaus zu bauen. Durch den lebendigen Baustoff Holz erhält man ein behagliches und gesundes Raumklima. Bei der Holzrahmenbauweise wird das Holzrahmenelement im Werk vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle standsicher montiert. Daraufhin erfolgt der weitere Ausbau auf der Baustelle. Es wird ein tragendes „Holzgerüst“ (der sogenannte Rahmen) beidseitig mit Platten- Werkstoffen verkleidet. Diese Platten sind üblicherweise Holz- oder Faserplatten bzw. Gips- oder Gipskartonplatten und dienen dazu, dass ein Raum- abschließendes, flächiges Element entsteht und dass der Holzrahmen in sich ausgesteift wird. Gebäude in Holzrahmenbauweise sind absolut trocken und dicht und verfügen auch bei geringen Wandstärken über eine ausgezeichnete Wärmedämmung und sind immer Niedrigenergiehäuser. Die Anforderungen der EneV (Energieeinsparverordnung) werden von den Fertighäusern in Holzrahmenbauweise in aller Regel deutlich übertroffen. Auch die Herstellung dieser Bauweise ist günstig und die Bauzeiten sind kurz, da der Bauherr viel in Eigenleistung machen kann.

 
Ingenieur- Holzbau

Der Ingenieur- Holzbau von heute ist ein Hightech- Holzbau und ermöglicht Tragwerke mit Spannweiten von 100m und mehr, z.B. im Industrie-, Hallen-, Brücken-, Turm- und Fertighausbau. Sie werden von speziellen Ingenieuren entwickelt und berechnet. Der Ingenieurholzbau grenzt sich vor allem durch die Verwendung von Brettschichtholz in Kombination mit einer ausgereiften Verbindungstechnik, hochfesten Holzwerkstoffplatten und Stahlbauelementen vom Zimmererhandwerk ab. Die Konstruktionen werden überwiegend in Leimbauweise vorgefertigt, wobei die Träger aus mehreren Lagen längsverleimter, dünner Einzelbretter bestehen. Die Träger sind auch als gerade, einfach oder doppelgekrümmte oder als Bogenträger herstellbar. Besonders häufig sind aufgelöste Tragwerke. Dabei werden die Brettschichtholzträger durch Über- oder Unterspannungen aus Rund- oder Flachstählen unterstützt. Die Techniken des Ingenieur- Holzbaus bieten auch unzählige Möglichkeiten, neue Tragwerkslösungen zu entwickeln. Der Ingenieurholzbau macht sich die hohe Festigkeit des Holzes bei geringem Eigengewicht und seine hohe Korrosionsbeständigkeit zu Nutze, wobei auch das Brandverhalten oft besser ist als das von nicht brennbaren Baustoffen. Die geschickte Wahl der Tragwerksgeometrie bestimmt den Materialbedarf, die Leichtigkeit und die Ästhetik einer Holzkonstruktion.

  
Pergola
 
Pergola bedeutet, vom ital / lat ins Deutsche übersetzt, soviel wie Vor- bzw.  Anbau. Das ist ein raumbildender Säulen- oder Pfeilergang, der ursprünglich im Übergangsbereich zwischen Haus und Terrasse mehr zur Zierde als zum Sicht- oder Windschutz dient. Heutzutage wird oft auch eine Überdachung zwischen Haus und Garage, sowie eine Überdachung einer Terrasse als Pergola bezeichnet. Bei einer Pergola wird als Dacheindeckung häufig Sicherheitsglas oder Plexiglas verwendet.
 
Scheune 

Die Scheune ist ein Vorrats- und Wirtschaftsgebäude eines landwirtschaftlichen Anwesens.

Scheunen sind meistens leichter gebaut als Wohnhäuser und bestehen oberhalb des Fundamentes meistens aus verbrettertem Fachwerk.
Der Dachboden einer Scheune heißt je nach Nutzung Heu- Boden, Stroh- Boden oder Getreide- Boden. Eine auf freier Flur stehende Scheune wird auch als Feldscheune bezeichnet.
Scheunen wurden zum Teil außerhalb von Ansiedlungen gebaut, um die Brandgefahr für Wohngebäude zu senken.
 
 
Treppen
 
Eine Treppe ist ein aus Stufen gebildeter Auf- oder Abgang, der es möglich macht, Höhenunterschiede bequemer und trittsicherer zu überwinden. Eine Treppe besteht aus mindestens drei aufeinander folgenden Stufen. Häufig sind auch Kombinationen aus Treppenläufen und Treppenabsätzen. Für die sichere Benutzung ist auch oft ein Geländer als Absturzsicherung, sowie ein Handlauf zum Festhalten angebracht.
 

Trockenbau

Bei Trockenbauarbeiten handelt es sich um raumbegrenzende Konstruktionen des Ausbaus für Wand, Decke und Boden. Der Begriff Trockenbau ist weder baustoffgebunden noch tätigkeitsbezogen. Bei der Trockenbauweise werden keine wasserhaltigen Baustoffe wie Beton oder Putz zur Errichtung der Bauteile benötigt, was eine erhebliche Zeit- und Kostenersparnis zur Folge hat.
Trockenbau umfasst im wesentlichen plattenförmige Konstruktionen, bestehend aus verschiedenen Baustoffen und Bauteilen, die meistens in Serien- oder Massenfertigung hergestellt und in unterschiedlichen Verfahren, teilweise werkzeuglos durch trockene Schraub-, Klemm-, Clips-, Einlege- oder Steckmontage auf der Baustelle zusammengefügt werden.
Sämtliche bauphysikalische Anforderungen bezüglich Wärme-, Kälte-, Schall-, Brand-, Feuchte-, Strahlenschutz-, Schlagsicherheit können u.a. in Trockenbauweise erfüllt werden.
 
 
Wintergarten

Als Wintergarten bezeichnet man einen Anbau an ein Gebäude oder manchmal auch ein selbständiges Bauwerk, dessen Dach und Seitenwände größtenteils aus Glas bestehen. Der richtig konstruierte Wintergarten nutzt den Glashauseffekt anstelle konventioneller Heizungstechniken zum Erreichen einer Raumtemperatur. Dadurch wird das Überwintern von geeigneten Pflanzen ermöglicht. Selbst bei geringer direkter Sonneneinstrahlung führt die Nutzung der Sonnenenergie zu einer spürbaren Aufheizung der Innenraumluft gegenüber der Außenluft. Um diesen Effekt noch zu verbessern, sollte ein Großteil der Glasfassade nach Süden ausgerichtet sein.


 

Drucken